Riesterrente oder Wohnriester
Ist man bei der Entscheidung zwischen dem Wohnriestern und der klassischen Riesterrente noch unschlüssig, sollte man abwägen, welche Gegebenheiten vorherrschen.
Man muss festhalten dass ein Wohnriester-Vertrag rein zweckgebunden ist. Die Verwendung des angesparten und geförderten Kapitals ist lediglich für die Bildung von Wohneigentum vorgesehen. Bei der klassischen Variante der Riester-Rente kann die Summe ebenfalls zur Entschuldung einer Immobilie verwendet werden, dies steht dem Sparer jedoch frei. Somit kann die konventionelle Riester-Rente in Sachen Flexibilität deutlich punkten. Das Wohnriestern ist vor allem für Personen interessant, die über die zeitliche sowie finanzielle Möglichkeit verfügen, das Immobiliendarlehen bis zum Beginn der Rente gänzlich zu tilgen. Da die Schuldzinsen auf dem Wohnförderkonto sehr niedrig sind, lohnt hierbei das Wohnriestern auf lange Sicht zusätzlich. Um im Rentenalter dann noch über eine ausreichende Altersvorsorge zu verfügen, muss allerdings weiteres Kapital angespart werden, jedoch ist für einen Durchschnittsverdiener die Bildung zusätzlichen Kapitals oft mangels nötiger finanzieller Mittel unmöglich. Besserverdiener sind in dieser Regelung daher klar im Vorteil. Da sowohl das Wohnriestern, als auch die Riester-Rente auf individuelle Gegebenheiten angepasst werden müssen, ist es schwierig ein generelles Urteil zu fällen. Mit dem klassischen Riester-Vertrag ist man im völligen Zweifelsfall allerdings auf der sicheren Seite.